Unsere Beirätin in Blumenthal

Anke Krohne:
60 Jahre alt, Betriebswirtin. Seit 2003 im Beirat Bremen-Blumenthal, seit 2007 als Fraktionssprecherin für DIE LINKE.  Sie wohnt seit  1965 im Stadtteil und ihr Ziel heißt: "Blumenthal muss für alle Bürger lebens- und liebenswert sein". Dazu gehören u. a. eine gesunde Umwelt, gute gesundheitliche Versorgung und eine funktionierende Infrastruktur.
Kontakt über Telefon (0177) 5709064 oder per E-Mail anke.krohne@dielinke-bremen.de

Die gesamte Beiratsfraktion erreichen Sie über die folgende Mail-Adresse:
beiratblumenthal@dielinke-bremen.de


Wahlprogramm 2015 bis 2019

Die Linksfraktion im Blumenthaler Beirat kann auf acht Jahre erfolgreiche Beiratsarbeit zurückblicken.
In der letzten Legislaturperiode waren wir u. a. maßgeblich an der Aufklärung und Bearbeitung des
Umweltskandals um das Tanklager in Farge beteiligt, haben dafür gesorgt, dass die einsturzgefährdeten unterirdischen Stollen aus dem Krieg unter dem Blumenthaler Zentrum verfüllt und damit ungefährlich gemacht wurden, und wir haben die Erstellung eines Baukatasters für Blumenthal erwirkt. Viele Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung konnten wir in den Beirat einbringen. Das würden wir gerne fortsetzen und haben uns für die nächsten Jahre u. a. folgende Themen vorgenommen:

Bürgerbeteiligung und Bürgerfreundlichkeit

Wir wollen mehr Bürgerbeteiligung über niedrigschwellige Anlaufstellen. Dazu gehören eine regelmäßige
öffentliche Sprechstunde der Beiratsfraktionen im Ortsamt sowie ein Jugendbeirat. Für den
Blumenthaler Beirat fordern wir einen Sprecherausschuss, in dem jeweils ein Vertreter aller gewählten
Parteien Rede- und Stimmrecht hat. Ebenso wäre eine Außenstelle des BürgerServiceCenters im Ortsamt Blumenthal wünschenswert. Da wir in den nächsten Jahren vermehrt Neubürger aus Krisengebieten bekommen werden, müssen für diese ausreichend Ansprechpartner und Hilfen für alle
Probleme des täglichen Lebens in der neuen Heimat bereit stehen.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in Bremen-Nord muss auf hohem Niveau sichergestellt werden. Dafür ist die
Aufwertung des Krankenhauses Bremen-Nord zu einem umfassenden Versorgungszentrum notwendig.
Es fehlt auch immer noch die schon seit Jahren versprochene Einrichtung einer Stroke Unit (Spezialstation für Schlaganfall-Patienten). Erfreulicherweise hat sich aber unsere langjährige Forderung nach einer besseren Zusammenarbeit des Klinikums mit dem Herzkatheterlabor vor Ort inzwischen erfüllt. Die Einrichtung eines eigenen Bezirkes für Bremen-Nord durch die Kassenärztliche Vereinigung würde die Attraktivität Bremen-Nords für Ärzte fördern und dadurch würde Abwanderung von Arztpraxen in die Innenstadt gestoppt werden. Alle Notdienste müssen für Bremen-Nord  gesondert vorgehalten werden, da die Wege in die Innenstadt oder weiter im Notfall aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht bewältigt werden können.

Blumenthaler Zentrum

Eine Öffnung des Marktplatzes für den Durchgangsverkehr lehnen wir u. a. wegen des Zustandes der
ableitenden Straßen ab, die den Verkehr im jetzigen Zustand gar nicht mehr bewältigen könnten. Für
Autofahrer besteht auch derzeit keine Schwierigkeit, das Zentrum anzufahren. Stattdessen sollte der
Marktplatz aufgewertet und verschönert werden und würde dann auch mehr genutzt werden. Die
Parkflächen im Blumenthaler Zentrum müssen gebührenfrei zu nutzen sein.

BWK-Gelände

Für das BWK-Gelände wünschen wir uns ein lebendiges Miteinander von Handwerk, Kunst und Kultur.
Wir können uns dort Handwerker und Künstler vorstellen, die nach dem Vorbild der alten Manufakturen gemeinsam Produkte herstellen, ebenso wünschen wir uns dort natürlich das Kämmereimuseum, ein Bürgerhaus als Treffpunkt für alle, und für die Jugend ebenfalls einen Treffpunkt und eine Discothek. Kleinteiliges umweltfreundliches Gewerbe muss den Vorrang vor stark belastender industrieller Nutzung haben. Die noch bestehenden Müllverbrennungsanlagen sollen
engmaschig kontrolliert werden.

Infrastruktur

Es muss in Blumenthal ausreichende Einkaufsmöglichkeiten für den kurzfristigen täglichen Bedarf geben, die fußläufig erreichbar sind. Die Situation für Fahrradfahrer und Fußgänger im gesamten Ortsamtsbereich soll verbessert werden. Dies wird u. a. erreicht, indem die Straßen im
Blumenthaler Zentrum, besonders Mühlenstraße und Kapitän-Dallmann-Straße, asphaltiert werden
und das unfallträchtige Kopfsteinpflaster entfernt wird. Ebenso fehlt in der Mühlenstraße in weiten
Bereichen ein Fahrradstreifen. Die Einfahrten zu den Einkaufszentren an der Weserstrandstraße müssen durch fahrrad- und fußgängerfreundliche Ampelschaltungen gesichert werden, die Einfahrt zu Rossmann muss durch geeignete Maßnahmen für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sicherer gemacht werden. Allgemein sollten Fahrradwege wegen der Unfallgefahr keine Verschwenkungen an Straßeneinmündungen mehr aufweisen, sondern geradlinig verlaufen. Die Linienführung der BSAG muss wieder benutzerfreundlicher werden, um die vielen notwendigen Umsteigevorgänge zu vermindern, Schnellbusse sollen auch noch nach 20 Uhr fahren. Der Bahnhof Farge-Ost sollte gebaut werden. Die Turnerstraße muss auch im Bereich zwischen Neuenkirchener Weg und Schwaneweder Straße saniert werden. Der Steending gehört instand gesetzt und im Bereich des Golfplatzes ein Radweg  eingerichtet. Es gibt in Blumenthal viele dunkle, schlecht beleuchtete Straßen. Auch hier sollte dringend eine Verbesserung erfolgen.

Umwelt

Nach der endgültigen Schließung des gigantischen Tanklagers in Farge wollen wir ein Mitspracherecht
für die Blumenthaler Bürger zur Weiterverwendung des Geländes. Erforderlich ist natürlich eine gründliche Sanierung der mit Treibstoffen verunreinigten Flächen sowie eine umfassende Transparenz gegenüber den Bürgern. Vom Tanklager gesundheitlich oder materiell durch Wertminderung der Grundstücke Betroffene müssen angemessen entschädigt werden. Weiterhin fordern wir die endgültige Schließung der Müllverbrennungsanlagen im Blumenthaler Zentrum und ein Verbot von Kohle- und Gefahrguttransporten auf der Bahnstrecke zwischen Vegesack und Farge.

Beiräte

Langfristig müssen die Stadtteilbeiräte endlich zu Orten tatsächlicher Bürgerbeteiligung werden.
Hierzu gehören weitergehende Entscheidungsbefugnisse und eine höhere Budgetverantwortung
der Beiräte unter Mitbestimmungsverfahren der Bürgerinnen und Bürger. Beiräte sollen investive
Mittel für ihren Stadtteil erhalten und über einen Beteiligungsprozess einen sogenannten Beteiligungshaushalt organisieren. Die Bürgerinnen und Bürger kümmern sich somit eigenverantwortlich um die Verbesserung alltäglicher Wohn- und Lebensbedingungen in ihrem Quartieren. Dafür sind auch personelle Ressourcen durch die Stadtgemeinde bereitzustellen. BIDs (Business Improvement Districts) lehnt DIE LINKE aufgrund undemokratischer Strukturen ab.

DIE LINKE im Beirat Blumenthal

Selbstverständlich werden wir uns auch außerhalb dieser Themen in der nächsten Legislaturperiode
besonders für die Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung einsetzen.