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Unser Beirat in Burglesum

Rainer Tegtmeier:
69 Jahre, Beruf: Kapitän. Seit 2011 Mitglied im Beirat Burglesum.

Kontaktmöglichkeiten (persönlich und brieflich): Siedkämpe 7 in 28719 Bremen | Fon: 0421-67 35 655 | elektronisch: E-Mail

Die gesamte Beiratsfraktion erreichen Sie über die folgende Mail-Adresse:
beiratburglesum@dielinke-bremen.de


Wahlprogramm 2015 bis 2019

FLÜCHTLINGE

Menschen aus allen Regionen dieser Welt wollen wir als selbstverständlichen Bestandteil von Burglesum betrachten. In Burglesum wollen wir eine dezentrale Unterbringung für Flüchtlinge erreichen. Auf diese Weise soll eine Isolierung der Menschen verhindert werden. Wir sind der Meinung, dass dadurch  eher eine nachbarschaftliche Unterstützung erfolgen wird. Da wir in Burglesum sehr viele leer stehende Wohnungen haben, dürfte dies auch kein Problem sein.

HORTPLÄTZE

Wir fordern eine bedarfsgerechte Hortplatzversorgung, solange eine Versorgung durch Ganztagsschulen nicht gewährleistet werden kann. Es geht dabei um Existenzen, um die Wertschätzung von Familien, um die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hinter jedem einzelnen fehlenden Hortplatz steht eine Familie vor einem existenziellen Problem: Grundschulkinder können nicht ab mittags alleine zu Hause sein und darauf warten, dass die Eltern nachmittags von der Arbeit kommen. Sie können nicht alleine quer durch die Stadt zu einem anderen Hort fahren. Die Eltern haben daher keine andere Wahl als Arbeitszeit zu reduzieren oder bei Unvereinbarkeit sogar zu kündigen. Das vertreibt vor allem Frauen aus dem Erwerbsleben und verringert ihre Chancen, wieder beruflich Fuß zu fassen.

KITAS

Wir setzen uns für eine Verbesserung der Personalsituation in den Kitas ein. Wir fordern, dass die Kita-MitarbeiterInnen durch qualifiziertes zusätzliches Personal unterstützt werden, da insbesondere in sozial schwierigen Stadtteilen die Anforderungen an die MitarbeiterInnen stark gewachsen sind. Kinder auf das Leben von morgen vorzubereiten, ist von unschätzbarem gesellschaftlichem und sogar volkswirtschaftlichem Wert. Erzieherische Arbeit lernt man nicht „einfach so“, Pädagogik hat fachliche Standards und Methodik und ist eine Wissenschaft wie andere auch. Die Absenkung der Qualifikationsstandards lehnen wir daher ab. Wir fordern daher die Sicherstellung guter Bezahlung in allen Kindertageseinrichtungen. Sämtliche Träger sollen vom Senat so finanziell ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, gute Arbeit gut zu bezahlen. In allen Krippen sollen pro Gruppe zwei Fachkräfte mindestens mit ErzieherInnenausbildung eingesetzt werden. Den Ersatz der zweiten Erzieherin durch eine/n SozialassistentIn lehnen wir ab.

REGIONALE NETZWERKE

Die Förderung von regionalen Netzwerken ist zum 31.12.2014 ausgelaufen. Eine Verlängerung bis Mitte 2015 wurde angekündigt. Durch den Wegfall, sind viele soziale Einrichtungen im Stadtteil zur Aufgabe gezwungen oder stoßen mindestens an den Rand ihrer Existenz.

Wir fordern eine uneingeschränkte Verlängerung der Förderungen, die außerdem mindestens um die Inflationsrate erhöht werden müssen.

TOURISMUS

Das Freizeit- und Naherholungskonzept für Bremen-Nord, mit dem das touristische Potenzial besser erschlossen werden soll, hat in der Vergangenheit nur begrenzte Erfolge vorzuweisen. Die vorhandenen Angebote müssen verbessert werden. Ideen dazu haben wir ausgearbeitet und werden wir in den nächsten Wochen vorstellen. Insbesondere wird dabei der maritime Charakter unseres Stadtteils eine stärkere Bedeutung haben.

LÄRMSCHUTZWÄNDE

Wir fordern eine zeitnahe Aufstellung der fehlenden Lärmschutzwände. Schutz der Gesundheit und Erhalt der Lebensqualität gegen Autobahn-, Bahn- und Fluglärm ist für die Lebensqualität im Stadtteil von großer Bedeutung.

EIN-EURO-JOBS

In Bremen stehen über 200 Ein-Euro-Jobs auf der Kippe. Damit stehen auch etliche Institutionen in Burglesum vor dem Aus. Wir fordern eine Fortführung der bestehenden Einrichtungen.

BEIRÄTE

Wir setzen uns für eine Umwandlung der Beiräte in echte Stadtteilparlamente ein. Die Stadtteilparlamente müssen endlich zu Orten tatsächlicher Bürgerbeteiligung werden. Dazu müssen Entscheidungsbefugnisse gestärkt werden und ein höheres Budget in Eigenverantwortung den Beiräten überlassen werden unter mehr Mitbestimmung der BürgerInnen. Perspektivisch ist die Schaffung von Bezirksparlamenten mit erweiterten kommunalpolitischen Entscheidungskompetenzen zu prüfen.

Aufbau von Stadtteilforen nach dem Vorbild der WiN-Gruppen

Beiräte sollen investive Mittel für ihren Stadtteil erhalten und über einen Beteiligungsprozess einen sogenannten Beteiligungshaushalt organisieren. Die Bürgerinnen und Bürger kümmern sich somit eigenverantwortlich um die Verbesserung alltäglicher Wohn- und Lebensbedingungen in ihrem Quartieren. Dafür sind auch personelle Ressourcen durch die Stadtgemeinde bereitzustellen. BIDs lehnt DIE LINKE aufgrund undemokratischer Strukturen ab.

Wahl und Abwahl der Ortsamtsleitungen

Die Amtszeit der Ortsamtsleitungen soll auf sieben Jahre verkürzt werden und auch die Möglichkeit der Abwahl vorsehen.

BÜRGERNÄHE

Durch häufige Besuche bei den verschiedenen Bürgerinitiativen, Bürgervereinen und sozialen Einrichtungen halten wir einen engen Kontakt zur Bevölkerung und versuchen dadurch bei aktuellen Problemen zu helfen.

STADTTEIL-JUGENDPARLAMENTE

Damit Jugendliche mehr zu sagen haben und wirklich Einfluss auf Bereiche nehmen können, die sie selbst betreffen, müssen der finanzielle wie auch politische Verantwortungsbereich von Jugendbeiräten ausgebaut und Jugendbeiräte in allen Beiratsgebieten gegründet werden.