17. Mai 2017

Kein Raum für Rechts – auch nicht in Bremen-Nord

Flash is required!

"Wir sehnen uns als Fachjournalisten teilweise nach NPD-Zeiten zurück, weil das überschaubarer war." Diese nicht ganz ernst gemeinte Bemerkung von Andrea sollte deutlich machen, wie unübersichtlich und im Fluss die rechte Szene gegenwärtig ist. So gibt es Überschneidungen und Verbindungen zwischen rechtspopulistischen Parteien, Identitären, Hells Angels, Hooligans, Reichsbürgern, Kampfsport- und Tattoo-Studios, auch zur organisierten Kriminalität. Angesprochen auf Beispiele aus Bremen und das Umland wurde unter anderem die rechtsextreme Hooligan-Band "Kategorie C" genannt, deren Frontmann aus Lilienthal stammt.

Gegenkonzepte haben es schwer. Durch die Fixierung auf Einschaltquoten werden zu Talkshows auch in öffentlich-rechtlichen Medien wie selbstverständlich Reizfiguren eingeladen, selbst wenn diese vor Millionenpublikum faschistisch gefärbtes Vokabular gebrauchen (zum Beispiel "Volksgemeinschaft") und es damit salonfähig machen. Besorgniserregend ist auch das geringe Wissen bei Behörden im Umgang mit Rechts, deutlich zum Beispiel an der Ahnungslosigkeit von Bereitschaftspolizisten bei Demos gegen Rechts. Auch der Wegfall von Ethik-Unterricht an Hochschulen und Universitäten führt zu fehlendem Wissen und damit Verführbarkeit: Die Zahl völkischer Burschenschaften steigt an. 

Was ist dennoch möglich? 

• Investigativer Journalismus ist auf Informationen angewiesen. Das kann zum Beispiel auf Facebook in der Gruppe "AfD-Watch Bremen" geschehen.
• Aufklärung tut immer gut, besonders wenn sie kurzweilig ist und Spaß macht wie hier: www.kein-raum-fuer-rechts.de.
• Sich zusammen tun, um politisch gegen Rechts zu arbeiten - zum Beispiel bei uns. 

(Bild und Text: KB)