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In Vegesack nur Jungen?

Ärgerlich wird es, wenn auch heute noch unter dem Stichwort Traditionspflege alle vier Jahre zwei junge Männer gewählt werden, die zu verschiedenen Anlässen diesen "Vegesacker Jungen" repräsentieren. Das hat für sie konkrete Vorteile, denn so können sie Kontakte knüpfen zu den lokalen Entscheider*innen in Wirtschaft und Politik. Junge Frauen sind hierbei ausgeschlossen - das erscheint zwar naheliegend, ist aber schlicht nicht mehr zeitgemäß und benachteiligt Frauen deutlich. Parallelen zum Schaffermahl und anderen überholten Männerritualen in Bremen drängen sich auf. Tradition kann nicht heißen, Bräuche unreflektiert fortzuführen. "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers" (Jean Jaurès, 1859-1914). In diesem Sinn müssen würdige und wirksame Formen gefunden werden, die maritime Tradition von Vegesack in die Zukunft zu führen. Eine dreiste Bevorzugung des männlichen Geschlechts gehört sicherlich nicht dazu.

Hier ein Artikel aus der taz dazu:
taz.de/Geschlechtergerechtigkeit-abgelehnt/!5782170/


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